Generationengespräch: Alles bleibt anders

24. September 2020

Der Medienkonsum der Menschen ist vielfältig: Jüngere haben beispielsweise ein anderes Nutzungsverhalten als Ältere. Wie wir als starmühler agentur den unterschiedlichen Anforderungen der Zielgruppen gewachsen sind? Ganz einfach: Wir verkörpern sie.

In einem Generationengespräch haben wir zwei unserer Redakteur*innen – Herbert, Jahrgang 57, und Simone, Jahrgang 91 – Stichworte für Assoziationen gegeben, um zu illustrieren, wie divergent Medien-Erfahrungen sein können.

 

Generationengespräch Simone + Herbert
Simone Steurer und Herbert Starmühler im Generationengespräch.

 

DATENJOURNALISMUS

Herbert: Ein mir bis jetzt nicht verständliches Neu-Wort. Was ist das? Alles war schon immer durch Daten begründet. Zahlen, Daten und Fakten. Sonst war es ein Kommentar.

Simone: Endlich hat das Wirkungsfeld für Zahlenliebhaber*innen und Kontaktscheue einen Namen. Viel zu oft finden unseriöse Daten den Weg in journalistische Medien.


FAX

H: In Friaul machten wir mal Urlaubsfernsehen. Die Nachrichten aus der Grazer Kleinen Zeitung kamen per eigens aufgestelltem, RIESIGEM Faxerät. Es war so groß wie ein Kühlschrank.

S: Ich erhielt in meinem Leben ein einziges Fax. Da war ich neun Jahre alt, und meine Schulfreundin und Tochter unserer Reiseplanerin sendete mir Grüße ins Hotel in Italien. Ich fand das faszinierend. Aber auch: wie umständlich!


TELEX

H: Unvergesslich die unendlichen Papierschlangen, die mit der Schere auseinandergeschnipselt und dann zu den Fachredakteuren gebracht wurden.

S: Welches von den vorzeitlichen Ungeheuern war das nochmal?


ROHRPOST

H: Herrliches Gerät. Manuskripte und mit Fettstift markierte Fotos kamen in die durchsichtige, robuste Plastikdose und – fluppp – ging es ab in die Setzerei. Zwei Stock tiefer. Dort knallten die dann in einen Fangkorb. Damit die Setzer nicht wahnsinnig wurden, hat man zwecks Schalldämmung einen Plastikpolster reingelegt. Half nicht viel, war nur anderer Klang.

S: Mein Vater war gelernter Schriftsetzer in einer Druckerei. Aus seinen Erzählungen kenne ich die Rohrpost und bin nach wie vor fasziniert. Wie viel lustiger und angenehm haptisch ist dieser Vorgang im Gegensatz zu E-Mails?!


ONLINE-RECHERCHE

H: Unbekannt, nicht mal in einer Vorahnung. Heute: DAS Ding.

S: Wenn im WWW keine oder kaum Infos zu einem Thema zu finden sind, wird die Geschichte erst richtig interessant.


TELEFON-RECHERCHE

H: Das Um und Auf der Recherche. Stundenlange Gespräche. Blitzinterviews, Check und Re-Check und immer wieder. Telefonnummern waren das Kapital des*der Journalist*in.

S: Auch wenn E-Mails praktisch und mit wenig Aufwand verbunden sind – die besten und lebendigsten Infos bekommt man immer noch im direkten Gespräch, persönlich oder am Telefon.


DATENSCHUTZ

H: Unbekannt. Nur die Ethik der Journalist*innen war die Richtschnur, das Redaktionsstatut und das Pressegesetz.

S: So wichtig und so kompliziert! Betrifft nahezu alle Bereiche in der Contentproduktion.


FAKE NEWS

H: Gang und gebe. Aber nicht so massiert wie heute. Eher persönliche Fehlinformation bzw. Teilinformation bzw. Auslassungen etc. Bis hin zur Unwahrheit.

S: Die guten alten Fake News ... Machen einem das Arbeiten schwer. Allerdings habe ich – und vor allem die Generation nach mir – bereits einen Radar dafür entwickelt. Erstmal immer skeptisch sein und nachrecherchieren ist hier die Devise.

 

Think diverse! Das bedeutet für uns als Unternehmen insbesondere auch verschiedene Generationen mitzudenken. Falls ihr Fragen oder Input zu diesem Thema habt, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!! In einem nächsten Generationengespräch fragen wir nach, welche Vor- und Nachteile unsere jungen und älteren Grafiker*innen im Wandel der Zeit im Bereich Design erkennen können – und wie unterschiedlich man heute die Zielgruppen ansprechen muss.