Auf 1 mit Elena Vol. 2 | Responsiver Lifestyle


11. September 2019 Kollegin Bodi hat seit einiger Zeit ein Post-It an der Wand neben dem Schreibtisch hängen. „Mobile is eating the world“ steht da. Es ist nichts Neues, dass die mobilen Devices unser Tun und Handeln besonders stark verändert haben. Dennoch lässt dieser Satz regelmäßig nach denken, was das genau bedeutet.

Jede Kommunikationsmaßnahme, jeder Marketing-Gedanke und jede PR-Maßnahme muss zwingend mobil gedacht werden.
Elena Starmühler, Geschäftsführung

Laut Statista werden durchschnittlich 50% aller Websiteaufrufe weltweit mobil getätigt. Tendenz stark steigend. Desto mehr die Mobile Phones können, desto weniger werden Standgeräte noch gebraucht. Überspitzt gesagt. Wobei, so weit weg ist diese Welt nicht. Mathias Döpfner, CEO von Axel Springer, sagt in einem Podcast (On the Way to New Work #30), dass er weder Büro noch Computer besäße. Es wüsste nicht wozu.

Das ist natürlich ein extremes Beispiel und abhängig von dem jeweiligen Job-Profil, aber Fakt ist, dass es hier nicht nur um das Abrufen von Emails am Smartphone geht. Wie eingangs erwähnt werden durchschnittlich die Hälfte der Websites weltweit auf mobilen Geräten aufgerufen. Was bedeutet das für die Kommunikation und was verändert sich?

All responsive everything!
Jede Kommunikationsmaßnahme, jeder Marketing-Gedanke und jede PR-Maßnahme muss zwingend mobil gedacht werden. Generell sollte alles so produziert werden, dass es sowohl mobil als auch in der Desktop-Version funktioniert. Dennoch passiert es immer noch, dass gedruckte Versionen nachträglich digitalisiert werden, was in unhandlichen PDFs mit nicht leserlichen Texten enden kann, die man auf seinem Smartphone zum Schluss auch noch Downloaden muss.

Aus eins mach zwei oder mehr
Dabei ist doch genau die integrierte Denke schon während der Planung der Schlüssel zu mehr Wirkung einer Maßnahme. Aus einer langen Story des Mitarbeitermagazins können vier kurze Blog-Beiträge für das Intranet werden. Aus White Paper für den Geschäftsbericht können Fakten für zig Social Media-Posts generiert werden, die auf eine digital optimierte Version des Berichts hinführen. Und dass man dort dann auch die Print-Version bestellen kann ist klar. MOON, die Anbieter von E-Mobilität, haben aus einem Buch einen Website-Artikel gemacht. Die Wiener Zeitung kündigte Anfang September im HORIZONT die Umstruktuierung der Redaktion an. Es wird künftig nur noch einen Newsroom geben, keinen Unterschied zwischen Online und Offline gemacht werden und anstatt ewiger Diskussionen mehr Energie in die Geschichte an sich und deren optimale Verbreitung gesteckt.

Orchestrierung einer Botschaft
Ich nenne es die Botschaft orchestrieren. Es geht am Ende immer um dieselbe Message. Responsiv produziert, jederzeit auf allen verfügbaren Touchpoints ausspielbar und in der Lage ein Grundrauschen so zu füllen, dass die Präsenz der Marke in den Köpfen der Zielgruppe steigert. Mobile vs. Desktop ist für mich auf derselben Ebene wie darüber nach zu denken ob Digital vs. Analog.

Und statt oder.